Hotellerie & Gastronomie · 14 Min. Lesezeit
Tragetaschen für Hotels: der Praxis-Leitfaden für Hotellerie und Gastronomie
Warum die Papiertragetasche mit Kordel im Hotel kein Verpackungsmaterial ist, sondern ein Markenträger – und worauf es bei Papier, Kordel, Format und Veredelung wirklich ankommt.
Auf den Punkt: Im Hotel verlässt die Tragetasche das Haus – und wird damit zum sichtbarsten Werbeträger, den ein Haus besitzt. Über die Wertigkeit entscheiden drei Dinge, die man von aussen kaum sieht: die Papiergrammatur, die Kordelart und der kartonverstärkte Randumschlag. Wer den Jahresbedarf aus allen Bereichen bündelt, zahlt pro Stück deutlich weniger als bei verteilten Kleinbestellungen. Stadler Verpackung berät Häuser in ganz Österreich persönlich vor Ort und bringt Muster mit.

Veröffentlicht am 27. Juli 2026
Passende Lösungen: Papiertragetaschen mit Kordel, Verpackung für Hotellerie und Gastronomie und Weinverpackung – individuell, mit Logo und persönlicher Beratung.
Ein Hotel investiert viel in Dinge, die der Gast im Haus wahrnimmt: Betten, Bad, Frühstück, Personal. Was der Gast mitnimmt, bekommt selten dieselbe Aufmerksamkeit. Dabei ist genau das der Moment, in dem Ihr Haus zum ersten Mal ausserhalb der eigenen Mauern sichtbar wird – am Bahnsteig, im Auto, im Flughafenterminal, zu Hause im Regal.
Eine Papiertragetasche mit Kordel kostet einen Bruchteil dessen, was ein Hotel pro Jahr für Werbung ausgibt. Sie wird aber im Schnitt mehrfach benutzt und dabei von Dutzenden Menschen gesehen. Kein anderer Werbeträger in dieser Preisklasse hat diese Reichweite. Deshalb lohnt es sich, bei ihr genauer hinzusehen – und nicht einfach die günstigste Palette aus dem Katalog zu bestellen.
Dieser Leitfaden ist für Hoteliers, Direktorinnen, Einkaufsverantwortliche und Gastronomen in Österreich geschrieben. Er behandelt die Einsatzbereiche im Haus, das technische Handwerk hinter einer wertigen Tasche, die anstehenden rechtlichen Änderungen – und die Kartonverpackungen, die im Hotelalltag daneben gebraucht werden.
Wo im Hotel Tragetaschen tatsächlich gebraucht werden
Die meisten Häuser unterschätzen, an wie vielen Stellen im Betrieb eine Tasche gebraucht wird. In der Praxis sind es fast immer mehr Bereiche, als der Einkauf auf dem Schirm hat – und deshalb landen häufig drei verschiedene, nicht abgestimmte Taschen im Haus.
Der Hotelshop und die Boutique
Der offensichtlichste Fall: Alles, was am Empfang oder im Shop verkauft wird – Kosmetik der Hausmarke, Bademantel, Buch über die Region, Wein aus dem eigenen Keller – geht in einer Tasche mit. Hier ist die Tasche Teil des Kauferlebnisses und entscheidet mit, ob der Gast das Gefühl hat, etwas Wertiges erworben zu haben.
Willkommensgeschenk und Turndown
Ein kleines Präsent zur Anreise, das VIP-Amenity, die Aufmerksamkeit zum Jubiläum: Eine kleine Kordeltasche macht aus einem lose übergebenen Produkt eine Geste. Hier genügen kleine Formate, dafür darf die Veredelung hochwertiger sein – die Stückzahlen sind überschaubar.
Spa, Wellness und Beauty
Wo Behandlungen angeboten werden, werden Pflegeprodukte verkauft. Der Bereich hat eine eigene Anmutung, oft ruhiger und heller als das übrige Haus. Viele Häuser führen hier bewusst eine eigene Taschenvariante – gleiche Machart, andere Farbe.
Wein ab Hof, Vinothek und Restaurantverkauf
Wenn Gäste eine Flasche mitnehmen, braucht es eine Tasche, die eine Flasche wirklich trägt. Das ist eine Konstruktionsfrage, keine Designfrage: Flaschenformate brauchen Höhe, einen eingelegten Kartonboden und eine Kordel, die nicht einschneidet. Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Weinverpackung in Österreich.
Küche, Konditorei und Take-away
Torte zum Mitnehmen, Frühstücksbeutel für die frühe Abreise, das Reste-Sackerl aus dem Restaurant, hausgemachte Marmelade oder Pralinen. Hier zählt Stabilität mehr als Glanz – und bei Lebensmittelkontakt gelten eigene Anforderungen an das Material.
Bankett, Tagung und Seminar
Tagungsunterlagen, Namensschilder, Giveaways der Veranstalter: Wer Seminarbetrieb hat, gibt regelmässig Taschen aus. Das ist zugleich der Bereich, in dem das Hotellogo vor einem professionellen Publikum sichtbar wird – also vor genau den Leuten, die den nächsten Firmenaufenthalt buchen.
Hochzeiten und Feiern
Gastgeschenke, Welcome Bags für angereiste Gäste, Mitgebsel. Häuser mit starkem Hochzeitsgeschäft fahren hier oft eine neutrale, hochwertige Tasche ohne Hotellogo – oder mit sehr dezenter Prägung, damit sie zur Feier passt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Weihnachtspräsente, Jubiläen, Willkommenspaket für neue Kolleginnen und Kollegen. Wer hier dieselbe Qualität einsetzt wie beim Gast, sendet ein Signal nach innen. Wie das im Detail aussieht, steht in unserem Beitrag zu Weihnachtsgeschenken für Kunden und Mitarbeiter.
Der praktische Schluss daraus: Rechnen Sie die Bereiche einmal zusammen, bevor Sie bestellen. In den meisten Häusern ergibt das eine Gesamtmenge, bei der zwei bis drei abgestimmte Formate aus einer Produktion günstiger und optisch stimmiger sind als vier Einzelbestellungen über das Jahr verteilt.

Was eine Kordeltasche hochwertig macht
Zwischen einer Tasche für wenige Cent und einer, die der Gast aufhebt, liegen keine Welten im Preis – aber sehr konkrete Unterschiede in der Machart. Vier Bauteile entscheiden.
Das Papier und seine Grammatur
Die Grammatur in Gramm pro Quadratmeter bestimmt Griffigkeit und Traglast. Als Richtwerte aus der Praxis:
- 90–120 g/m² – maschinell gefertigte Taschen mit gedrehter Papierkordel. Günstig, für leichte Inhalte, Traglast je nach Format etwa 2,5 bis 7 kg.
- 140–170 g/m² – der solide Standard für Shop und Rezeption.
- 190–250 g/m² – Premiumbereich: Textil, Präsentboxen, Flaschen. Ab etwa 250 g/m² wird das Falzen der Seitenfalten kritisch – dann arbeitet man besser mit Kartoneinlagen als mit noch schwererem Papier.
Bei der Papiersorte gilt: Kraftpapier (glatt oder gerippt) wirkt natürlich und ist robust. Gestrichenes Bilderdruckpapier bringt satte Farben, ist aber ohne Kaschierung an den Kanten scheuerempfindlich. Ungestrichenes Naturpapier ist die beste Grundlage, wenn eine Blind- oder Reliefprägung im Vordergrund stehen soll – solche Oberflächen halten die Prägung sichtbar besser.
Die Kordel – der grösste spürbare Unterschied
Nichts entscheidet so schnell über den Eindruck wie das, was der Gast in der Hand hält.
| Art | Anmutung & Haltbarkeit | Recycling | Typischer Einsatz im Haus |
|---|---|---|---|
| Gedrehte Papierkordel | Schlicht, schneidet bei höherer Last ein. Meist innen angeklebt, Haltbarkeit durch die Klebefläche begrenzt. | Sortenrein – bester Wert | Frühstücksbeutel, Take-away, hohe Stückzahlen |
| Baumwollkordel, geknotet | Weich, farbecht, hohe Reissfestigkeit. Knoten im kartonverstärkten Rand statt Klebestelle. | Mischmaterial | Shop, Spa, Willkommensgeschenk, Wein |
| Satin- oder Grosgrainband | Verteilt die Last breiter, schneidet kaum ein. Satin ist abriebempfindlich, Grosgrain robuster. | Mischmaterial | Hochzeit, VIP-Amenity, Präsente |
| Kunststoffkordel (PP/Polyester) | Sehr reissfest, günstiger als Baumwolle, optisch glänzend. | Störstoff im Papierrecycling | Aus Recyclingsicht nicht mehr zu empfehlen |
| Kordel mit Metallöse | Beste Kraftverteilung, verhindert Ausreissen des Lochs. Höchste Wertigkeit. | Störstoff | Schwere Inhalte, Taschen zur Wiederverwendung |
Zwei übliche Kordellängen: rund 50 cm für die Handtrageschlaufe, rund 80 cm, wenn die Tasche über der Schulter getragen werden soll. Für Tagungstaschen ist die längere Variante meist die richtige.
Randumschlag und Bodenkarton
Das ist der Punkt, den man von aussen kaum sieht und der trotzdem am meisten ausmacht. Der umgelegte, kartonverstärkte Rand – branchenüblich etwa 3 bis 6 cm – nimmt die Zugkraft der Kordelknoten auf. Ohne ihn reisst die Tasche an der Lochung ein, und zwar genau dann, wenn sie voll ist. Der eingelegte Kartonboden verhindert das Durchsacken bei Flaschen, Präsentboxen und kantigen Inhalten. Bei Weinverkauf ist er praktisch Pflicht.
Die Veredelung: wie das Logo wirkt
Ein Hotellogo besteht oft aus feinen Linien, einem Schriftzug oder einem Wappen. Nicht jedes Verfahren bildet das gut ab.
- Heissfolienprägung (Gold, Silber, Kupfer, Rosé, matt oder glänzend) funktioniert auf fast allen Oberflächen, auch auf braunem Kraftpapier. Richtwerte für saubere Wiedergabe: Mindestlinienstärke etwa 0,3 mm, Mindestschriftgrösse etwa 10 pt. Es braucht ein Prägewerkzeug – eine Einmalinvestition, die sich bei Wiederholaufträgen rasch rechnet.
- Blind- und Reliefprägung wirken ohne Farbe, allein über Licht und Schatten. Sehr zurückhaltend, sehr wertig – und am besten auf ungestrichenen, voluminösen Papieren ab etwa 170 g/m².
- Siebdruck deckt auch auf braunem Kraftpapier zuverlässig und ist die robusteste Lösung für ein- bis dreifarbige Logos.
- Offsetdruck für motivstarke, vierfarbige Gestaltungen mit Sonderfarben.
- Digitaldruck für kleine Auflagen und wechselnde Motive, etwa saisonale Varianten.
- Matt- oder Glanzkaschierung, Soft-Touch verändern die Haptik deutlich. Achtung: Soft-Touch ist empfindlich gegen Fettflecken – im Gastro-Umfeld nicht immer die beste Wahl.
Formate für den Hotelbedarf
| Format | Einsatz im Haus |
|---|---|
| 14 × 8 × 21 | Amenity, Kosmetik, Kleinteile, Willkommensgeschenk |
| 10 × 10 × 36 | Einzelflasche 0,75–1 l – Vinothek, Wein ab Hof |
| 22 × 10 × 31 | Shop-Standard, Bücher, kleine Präsentbox |
| 32 × 12 × 40 | Bademantel, Textil, grosse Präsentbox |
| 40 × 12 × 30 (quer) | Tagungsunterlagen, Mappen, Flachware |
Die Schreibweise „25 + 10 × 35“ bedeutet Breite plus Seitenfalte mal Höhe. Ab grösseren Auflagen sind Wunschmasse ohne Werkzeugaufschlag üblich – wenn Sie also ein bestimmtes Produkt haben, das exakt passen soll, lohnt die Frage.
Nachhaltigkeit: worauf es beim Material ankommt
Das Thema wird in Ausschreibungen und Nachhaltigkeitsberichten immer häufiger abgefragt – und die Anforderungen an Verpackungen werden europaweit schrittweise strenger. Für die Praxis im Haus lässt sich das auf eine einfache Frage herunterbrechen: Wie gut lässt sich die Tasche am Ende wiederverwerten?
Entscheidend ist, wie sortenrein sie aufgebaut ist. Je mehr Fremdmaterialien fest mit dem Papier verbunden sind, desto aufwändiger wird die Verwertung:
- Günstig für die Verwertung: Monomaterial Papier, gedrehte Papierkordel, Baumwollband, wasserbasierte Farben, Prägung statt Metallic-Folie.
- Aufwändiger: Kunststoffkordeln und -clips, Metallösen, beidseitige Folienkaschierung, Innenbeschichtungen, Folien-Sichtfenster, gross&flächige Metallic-Kaschierungen.
Der Zielkonflikt, den man offen ansprechen sollte
Hier ist eine ehrliche Einordnung wichtiger als ein Verkaufsargument: Die stabilste, langlebigste Tasche – kartonverstärkter Rand, Bodenkarton, Baumwollkordel – ist nicht die sortenreinste. Ökobilanziell entscheidet bei Papiertaschen aber vor allem, wie oft sie tatsächlich wiederverwendet werden. Eine Tasche, die der Gast dreimal benutzt und danach noch als Aufbewahrung behält, schlägt fünf dünne Taschen, die nach einmaligem Gebrauch im Altpapier landen.
Beide Argumente sind legitim, sie ziehen nur in unterschiedliche Richtungen. Unsere Empfehlung für Häuser: Trennen Sie die Anwendungen. Wo die Tasche als Werbeträger wirken und überleben soll – Shop, Wein, Präsent – investieren Sie in Stabilität. Wo sie ein Verbrauchsartikel ist – Frühstücksbeutel, Take-away – nehmen Sie die sortenreine Variante mit Papierkordel. Beides ist vertretbar, solange man es bewusst entscheidet und nicht aus Versehen die falsche Tasche im falschen Bereich einsetzt.
FSC und Umweltaussagen
FSC-zertifizierte Materialien sind auf Wunsch verfügbar – das ist die am leichtesten belegbare Aussage, weil die Zertifikatsnummer mitgeliefert wird. Bei allem, was darüber hinausgeht, gilt ein einfacher Grundsatz: Drucken Sie nur Umweltaussagen auf die Tasche, die Sie im Zweifel belegen können. Pauschale Formulierungen wie „klimaneutral“ oder „100 % recycelbar“ werden zunehmend kritisch gesehen. Eine konkrete, nachweisbare Angabe wirkt ohnehin glaubwürdiger als ein Siegel ohne Grundlage.
Zu den rechtlichen Rahmenbedingungen und dazu, welche Melde- und Lizenzpflichten Ihr Haus konkret treffen, geben die WKO und die ARA verbindlich Auskunft. Das ist der richtige Ansprechpartner dafür – wir beraten zum Produkt.
Das zweite Thema: Kartonverpackungen für Hotellerie und Gastronomie
Neben der Tasche gibt es im Haus einen zweiten, oft grösseren Bedarf: die Schachtel. Überall dort, wo etwas verkauft, verschenkt oder versendet wird, braucht es eine Verpackung, die zum Haus passt.
Konfiserie, Patisserie und Hausgemachtes
Pralinen aus der eigenen Konditorei, Kekse zur Adventzeit, hausgemachte Marmelade, Honig aus den Bienenstöcken am Dach. Diese Produkte sind aufwändig hergestellt – und werden erstaunlich oft in neutralen Standardschachteln verkauft. Eine Stülpschachtel oder Magnetbox mit Ihrer Prägung verwandelt ein Mitbringsel in ein Produkt. Passende Formate und Materialien beschreiben wir auf unserer Seite zur Feinkostverpackung.
Präsentboxen für Firmenkunden und Veranstalter
Häuser mit Seminar- und Firmengeschäft werden regelmässig gefragt, ob man „etwas zusammenstellen“ kann. Wer dafür eine eigene Präsentbox hat – mit Einlage, in zwei Grössen, mit Hauslogo – verkauft das leichter und zu einem besseren Preis. Mehr dazu unter Geschenkverpackung.
Weinkartons und Flaschenverpackung
Wer Wein ab Haus verkauft oder versendet, braucht mehr als eine Tasche: Ein-, Zwei- und Dreiflaschenkartons, Geschenkboxen mit Einlage, versandsichere Ausführungen. Details auf unserer Seite zur Weinverpackung.
Versand ans Zuhause des Gastes
Ein wachsender Bereich: Der Gast kauft im Haus und lässt liefern – oder bestellt nach dem Aufenthalt nach. Dann muss die Verpackung nicht nur schön sein, sondern den Transport überstehen. Das sind zwei verschiedene Anforderungen, die man konstruktiv auflösen muss.
Farbe, Gestaltung und wie die Tasche zum Haus passt
Der häufigste Fehler bei Hoteltaschen ist nicht die Qualität, sondern die Beliebigkeit: Das Logo wird mittig auf eine weisse Tasche gesetzt, fertig. Das funktioniert, wirkt aber austauschbar. Ein paar Überlegungen, die im Ergebnis viel ausmachen:
Farbe vor Logo
Menschen erkennen Farbe schneller als Schrift. Wenn Ihr Haus eine eigene Farbe hat – aus der Ausstattung, der Uniform, dem Briefpapier – dann ist die vollflächig eingefärbte Tasche mit kleinem Logo stärker als die weisse Tasche mit grossem Logo. Bei durchgefärbten Papieren ist die Farbe auch an den Schnittkanten sichtbar; bei bedruckten sieht man dort den weissen Papierkern. Das ist ein Detail, das Wertigkeit sofort verrät.
Das Logo darf klein sein
Eine dezente Prägung in einer Ecke wird als hochwertiger wahrgenommen als ein grosser Aufdruck – und der Gast trägt sie eher freiwillig durch die Stadt. Wer möchte, dass die Tasche wirklich benutzt wird, sollte sie nicht wie Werbung aussehen lassen.

Eine Familie statt Einzelstücken
Wenn Shop, Spa und Restaurant unterschiedliche Taschen brauchen, halten Sie Machart und Kordel gleich und variieren Sie nur die Farbe oder das Format. Das wirkt zusammengehörig, vereinfacht die Bestellung und senkt den Stückpreis, weil dieselbe Konstruktion produziert wird.
Was Sie für die Produktion brauchen
Für ein sauberes Ergebnis braucht es das Logo als Vektordatei (AI, EPS, PDF) – ein JPG aus der Website reicht für Prägung und Druck nicht aus. Dazu die Hausfarben als Pantone- oder CMYK-Werte. Wenn das nicht vorliegt, lässt sich das aufbereiten; es kostet nur Zeit, die man vor der Saison nicht hat. Fragen Sie danach, bevor es eilig wird.
Planung: Mengen, Zeitpunkt und Ablauf
Individuelle Verpackung ist ein Produktionsvorgang, kein Lagerabruf. Drei Punkte, die in der Praxis immer wieder unterschätzt werden:
Mengen bündeln
Weil Werkzeuge für Prägung und Druckvorbereitung Einmalkosten sind, wird jede Nachbestellung im selben Design günstiger als die erste. Wer den Jahresbedarf aus allen Bereichen zusammenzählt und in einem Auftrag produzieren lässt, zahlt pro Stück deutlich weniger als bei vier verteilten Kleinbestellungen.
Saison rechtzeitig denken
Für das Weihnachts- und Adventgeschäft heisst das: Beratung und Muster im Spätsommer, Freigabe im Frühherbst, Lieferung im Herbst. Wer im November anfragt, bekommt was verfügbar ist – nicht was passt. Dasselbe gilt für die Sommersaison in Ferienregionen: Der richtige Zeitpunkt ist das erste Quartal.
So läuft es bei uns
Wir haben kein Ladengeschäft und keinen Showroom – wir kommen zu Ihnen. Ein Termin im Haus dauert meist eine knappe Stunde: Wir sehen uns an, was Sie verkaufen und mitgeben, bringen Muster zum Angreifen mit und besprechen Papier, Kordel, Format und Veredelung direkt am Objekt. Danach bekommen Sie ein Angebot und, wenn gewünscht, ein Andruckmuster.
Stadler Verpackung fertigt seit 1837 individuelle Verpackungen für Unternehmen in Österreich. FSC-zertifizierte Materialien sind auf Wunsch verfügbar.
Checkliste für Ihre nächste Bestellung
- Alle Bereiche im Haus durchgehen: Shop, Rezeption, Spa, Restaurant, Bankett, Wein, Personal. Jahresmenge zusammenzählen.
- Auf zwei bis drei Formate reduzieren, die zusammen den Bedarf abdecken.
- Pro Format entscheiden: Werbeträger, der überleben soll – oder Verbrauchsartikel?
- Kordel danach wählen, nicht umgekehrt.
- Kartonverstärkten Randumschlag verlangen. Bei Flaschen und Boxen zusätzlich Bodenkarton.
- Logo auf Prägetauglichkeit prüfen lassen: sehr feine Linien unter etwa 0,3 mm brauchen eine Alternative.
- Umweltaussagen auf der Tasche nur verwenden, wenn Sie sie belegen können.
- Termin für die nächste Saison rückwärts rechnen – vom Bedarfstermin sechs bis zwölf Wochen zurück.
Häufige Fragen
FAQ Tragetaschen für Hotels
Welche Tragetasche eignet sich für ein Hotel am besten?
Für den Shop- und Präsentbereich hat sich eine handgefertigte Tasche aus 170 bis 200 g/m² mit geknoteter Baumwollkordel und kartonverstärktem Randumschlag bewährt. Sie hält schwerere Inhalte, schneidet nicht ein und wird von Gästen häufig weiterverwendet. Für Frühstücksbeutel und Take-away genügt eine leichtere Ausführung mit gedrehter Papierkordel.
Welche Kordel hält am besten?
Am haltbarsten sind geknotete Baumwollkordeln oder Bänder in einem kartonverstärkten Randumschlag, weil die Zugkraft in den Rand geht und nicht in eine Klebestelle. Metallösen erhöhen die Belastbarkeit zusätzlich, verschlechtern aber die Recyclingfähigkeit.
Sind Papiertragetaschen in Österreich verboten?
Nein. Das österreichische Verbot aus dem Jahr 2020 betrifft Kunststofftragetaschen. Papiertragetaschen sind davon nicht erfasst.
Wie lange dauert die Produktion?
Das hängt von Ausführung, Veredelung und Auflage ab. Planen Sie für individuell gefertigte Taschen mit Prägung realistisch mehrere Wochen von der Freigabe bis zur Lieferung ein – vor Weihnachten und in der Hochsaison entsprechend mehr. Den konkreten Termin stimmen wir im Gespräch ab.
Gibt es individuelle Tragetaschen auch für kleinere Häuser?
Ja. Auch kleinere Häuser lassen individuell fertigen – entscheidend ist, den Jahresbedarf aus allen Bereichen zu bündeln statt mehrfach klein nachzubestellen. Welche Menge in Ihrem Fall sinnvoll ist, klären wir beim Termin vor Ort.
Können Sie auch Kartonverpackungen für unsere Konditorei liefern?
Ja. Neben Tragetaschen fertigen wir Stülpschachteln, Magnetboxen, Präsentboxen mit Einlage sowie Wein- und Feinkostverpackung – jeweils individuell mit Logo, Druck oder Prägung.
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