Kosmetikverpackung

Kosmetikverpackungen für Marken und Hersteller in Österreich

Faltschachteln, Stülpdeckelschachteln und Setboxen aus Karton – gebaut um Ihren Tiegel, Ihre Tube, Ihre Serumflasche oder Ihren Airless-Spender. Mit Druck, Prägung und Veredelung, für Beauty-Marken, Naturkosmetik und Eigenmarken aus Handel und Apotheke.

Auf den Punkt: Wir entwickeln und liefern Kosmetikverpackungen aus Karton für Marken und Hersteller in Österreich – Faltschachteln, Schuber, Stülpdeckelschachteln und Setboxen mit passgenauer Einlage, in Offset- oder Digitaldruck, mit Blindprägung, Heißfolie oder Soft-Touch-Oberfläche, FSC-zertifiziert auf Wunsch. Lieferzeit nach Vereinbarung – wir nennen Ihnen den Termin im Angebot, nicht erst danach. Aufmaß, Beratung und Muster bringen wir persönlich zu Ihnen.

Die Verpackung entscheidet mit, ob das Produkt hochwertig wirkt

Kosmetik wird selten blind gekauft. Im Regal, im Onlineshop und beim Auspacken zu Hause ist die Faltschachtel das erste, was Ihre Kundin in der Hand hält – oft bevor sie das Produkt überhaupt riecht oder aufträgt. Sie transportiert Preisklasse, Positionierung und Vertrauen, und sie muss gleichzeitig ganz nüchterne Aufgaben erfüllen: das Glas beim Transport schützen, sich auf der Abfülllinie oder von Hand befüllen lassen, Platz für alle Angaben bieten und im Regal stehen bleiben, ohne zu kippen.

Genau an dieser Doppelrolle scheitern viele Verpackungen. Entweder sie sehen gut aus und sind unpraktisch, oder sie funktionieren und wirken beliebig. Wir arbeiten deshalb nicht von der Grafik nach innen, sondern vom Produkt nach außen: erst das Aufmaß Ihres Behälters, dann Bauart und Karton, dann Druck und Veredelung.

Unverbindlich anfragen
Kosmetikverpackung von Stadler Verpackung: geöffnete Setbox mit Serumflasche und Cremetiegel, daneben Faltschachteln mit Goldprägung

Auf einen Blick

  • Faltschachteln für Tiegel, Tuben, Flakons und Spender
  • Schuber, Stülpdeckel- und Klappdeckelboxen
  • Setboxen mit passgenauer Einlage
  • Offset- und Digitaldruck, Prägung, Heißfolie, Soft-Touch
  • Recyclingkarton und FSC-zertifizierte Materialien auf Wunsch
  • Aufmaß und Muster persönlich vor Ort
  • Lieferzeit nach Vereinbarung, Termin verbindlich im Angebot

Schritt 1

Zuerst der Behälter, dann die Schachtel

Anders als bei vielen anderen Produkten gibt es für Kosmetik-Faltschachteln keine genormten Standardformate. Tabellen mit angeblichen Normmaßen, die im Netz kursieren, stammen meist aus Werbetexten und halten der Praxis nicht stand. Maßgeblich ist immer der Primärbehälter – also Tiegel, Tube, Flasche oder Flakon –, und der unterscheidet sich von Abfüller zu Abfüller.

PrimärbehälterÜbliche Größenordnung (mm)Worauf es bei der Schachtel ankommt
Cremetiegel 15–50 mlØ 40–60, Höhe 30–50Quadratische Grundfläche, niedrige Bauhöhe, sicherer Sitz gegen Verrutschen
Cremetiegel 100 mlØ 65–80, Höhe 45–60Gewicht des Glases – hier lohnt die stärkere Grammatur
Tube 30–50 mlØ 25–35, Länge 100–140Schmales Hochformat, Verschlusskappe bestimmt die Tiefe
Tube 100–200 mlØ 35–50, Länge 140–190Standfestigkeit im Regal, oft mit Aufhängelasche
Serum mit Pipette 30 mlØ 30–38, Höhe 95–120Pipettenkopf zählt zur Höhe – häufigster Maßfehler
Airless-Spender 30–50 mlØ 35–42, Höhe 100–135Pumpkopf darf beim Einschieben nicht auslösen
Pumpflasche 100–200 mlØ 45–58, Höhe 140–190Hoher Schwerpunkt, Boden muss tragen
Parfumflakon 50 ml45–55 × 25–35, Höhe 90–125Meist mit Innenhalterung, Kanten sichtbar in der Präsentation
Seifenstück 100 g85 × 55 × 25–30Flach, oft mit Sichtfenster oder Banderole
Ampullen & SticksØ 10–15, Länge 60–80Mehrfachaufnahme, Einleger gegen Klappern
Kosmetikbehälter und passende Faltschachteln nebeneinander: Serumflasche mit Pipette, Cremetiegel und Airless-Spender mit den zugehörigen Kartonverpackungen
Jede Schachtel entsteht um einen konkreten Behälter herum – Pipettenkopf, Pumpe und Verschluss zählen dabei zur Höhe.

Alle Angaben sind Richtwerte aus der Praxis und ersetzen kein Aufmaß. Bringen Sie uns – oder zeigen Sie uns vor Ort – den befüllten Originalbehälter samt Verschluss, Pumpkopf oder Pipette. Ein leeres Musterglas führt regelmäßig zu Schachteln, die am Ende nicht passen.

Die Regel, an der jede Faltschachtel hängt

Zwischen Behälter und Schachtelinnenwand braucht es Luft – aber nicht zu viel. In der Praxis rechnet man mit rund einem bis drei Millimetern Zugabe je Seite: zu wenig, und die Schachtel lässt sich nicht befüllen oder beult beim Einschieben aus; zu viel, und das Produkt klappert, kippt im Regal und wirkt billig.

Wie viel es konkret sein darf, hängt an drei Dingen: der Kartonstärke, der Fertigungstoleranz des Behälters (Glas schwankt stärker als Kunststoff) und der Frage, ob von Hand oder maschinell befüllt wird. Maschinell konfektionierte Linien brauchen mehr Spiel als eine Manufaktur, die von Hand einlegt.

Was wir vor dem Angebot wissen müssen

  • Außenmaße des Behälters inklusive Verschluss, Pumpe oder Pipette
  • Gewicht im befüllten Zustand
  • Wird von Hand oder maschinell befüllt?
  • Steht das Produkt im Regal, liegt es, oder hängt es?
  • Ein Produkt pro Schachtel oder ein Set?
  • Auflage jetzt – und geplante Nachbestellungen
  • Gibt es ein bestehendes Design oder soll es neu entstehen?

Schritt 2

Welcher Karton für welche Kosmetikverpackung?

Faltschachtelkarton ist kein einheitliches Material. Die Sortenbezeichnungen nach dem Sortenverzeichnis des Fachverbands Faltschachtel-Industrie sagen, woraus der Karton besteht und wie seine Rückseite aussieht – und genau das entscheidet über Druckbild, Steifigkeit und Preis.

SorteAufbauInnen-/RückseiteTypisch für
GZ – ChromosulfatkartonHolzfreier Zellstoff, gestrichenBeidseitig weiß, glattPremium- und Duftverpackungen, wenn die Innenseite sichtbar ist
GC1 – ChromokartonFrischfaser, mehrlagig, gestrichenWeiß, gestrichenHochwertige Pflegelinien, feine Rasterbilder, Prägung
GC2 – ChromokartonFrischfaser, mehrlagig, gestrichenHell, ungestrichenDer Standard für die meisten Kosmetik-Faltschachteln
GD2 – ChromoduplexkartonHoher Altpapieranteil, gestrichenGrauPreisbewusste Serien, Umkartons, Displays
RecyclingkartonÜberwiegend AltpapierGrau bis graubraunMarken, die Kreislauf sichtbar machen wollen
Naturkarton, ungestrichenFrischfaser oder Recycling, unbeschichtetNaturton, matt, rauNaturkosmetik, feste Seifen, reduziertes Design
Karton mit GrasfaseranteilFrischfaser mit GrasfaserNaturton mit sichtbaren FasernSichtbares Nachhaltigkeitsargument, haptisch eigenständig
Musterschachteln aus unterschiedlichen Kartonsorten mit Materialkarten, Farbmustern und Maßstab auf einem Arbeitstisch
Kartonsorten unterscheiden sich in Weiße, Oberfläche und Volumen. Der Unterschied ist am Muster in Sekunden erkennbar – im Datenblatt nicht.

Grammatur: wie stark der Karton sein muss

Faltschachtelkarton wird üblicherweise in Grammaturen zwischen etwa 200 und 450 g/m² verarbeitet. Für Kosmetikschachteln liegt der übliche Bereich bei 250 bis 350 g/m². Nach unten begrenzt das Gewicht des Behälters: Ein 100-ml-Glastiegel drückt eine zu dünne Schachtel an der Bodenlasche auf. Nach oben begrenzen Rillbarkeit und Kosten – zu starker Karton bricht an der Rilllinie auf und zeigt eine helle Kante.

Ein Detail, das im Angebot selten auftaucht, aber in der Wahrnehmung viel ausmacht: Bei gleicher Grammatur unterscheiden sich Kartone im Volumen. Ein voluminöser Karton fühlt sich dicker und wertiger an, ohne mehr zu wiegen. Genau deshalb lohnt es, Muster in die Hand zu nehmen, statt nur Zahlen zu vergleichen.

Wo Marken am falschen Ende sparen

Die häufigste Fehlentscheidung ist der Sprung von GC2 auf GD2, um ein paar Cent je Schachtel zu sparen. Die graue Innenseite ist bei einer Faltschachtel, die man zum Herausnehmen des Produkts öffnet, sichtbar – und sie zieht die wahrgenommene Preisklasse spürbar nach unten. Bei einem Umkarton, den nur der Handel sieht, ist derselbe Wechsel dagegen völlig unkritisch.

Die zweite ist eine zu dünne Grammatur bei schweren Glasbehältern. Die Schachteln kommen in Ordnung aus der Produktion und verformen sich erst nach Wochen im Lager oder auf dem Versandweg. Beides sehen Sie am Muster sofort – auf dem Datenblatt nicht.

Schritt 3

Bauarten – welche Schachtel passt zu welchem Produkt?

Für Faltschachtelbauarten gibt es ein internationales Ordnungssystem: den ECMA-Code der European Carton Makers Association. Jede Konstruktion hat darin eine eindeutige Kennung, sodass Hersteller, Drucker und Abfüller ohne Missverständnisse über dieselbe Schachtel sprechen. In der Praxis genügen für Kosmetik einige wenige Grundtypen.

BauartSo funktioniert sieStärkeGrenze
Steckverschluss-FaltschachtelKlassische Schachtel, Deckel- und Bodenlasche werden eingestecktWirtschaftlichste Lösung, flach geliefert, schnell aufgerichtetBei schwerem Inhalt kann die Bodenlasche nachgeben
AutomatikbodenDer Boden faltet sich beim Aufrichten selbst und ist verklebtTrägt Gewicht, spart Zeit beim BefüllenEtwas teurer, mehr Kartonfläche
Schuber mit InnenladeInnenteil wird seitlich aus einer Hülse gezogenWertige Öffnungsgeste, gut für SetsZwei Teile, höherer Aufwand
Hülse über TrayOffene Schale mit übergestülptem PapierbandZeigt das Produkt schon im Regal, wenig MaterialWeniger Schutz beim Versand
StülpdeckelschachtelDeckel wird über den Boden gestülptSehr stabil, klassische Geschenkoptik — sechs Formate ab Lager, ab 10 StückWird fertig aufgerichtet geliefert, braucht Lagerplatz
Klappdeckelbox mit MagnetKaschierter Deckel klappt auf, Magnet hältStärkste Premium-Wirkung, wiederverwendbarHöchster Preis, Magnete erschweren das Recycling
Hohlwand-FaltschachtelDoppelte Wandstärke durch eingefaltete SeitenteileWirkt massiv, ohne KaschierungMehr Materialeinsatz, engere Innenmaße
Drei Bauarten im Vergleich: Schuber mit Innenlade, aufrecht stehende Faltschachtel und flache Klappdeckelbox in Bronzeoptik
Dieselbe Produktlinie in drei Bauarten: Schuber mit Innenlade, aufrechte Faltschachtel und flache Klappdeckelbox.

Für den Regelfall – eine Creme, ein Serum, eine Tube – ist die Steckverschluss-Faltschachtel aus GC2 die richtige Antwort, und alles andere ist Aufpreis ohne Gegenwert. Sobald Gewicht, Set-Charakter oder Preisklasse ins Spiel kommen, lohnt der Wechsel. Wir sagen Ihnen ehrlich, ab wann.

Schritt 4

Veredelung – und wo ihre technischen Grenzen liegen

Bei Kosmetik entscheidet die Oberfläche mit über die wahrgenommene Preisklasse. Jede Veredelung hat aber Grenzen, die man vor dem Design kennen sollte, nicht danach.

Offsetdruck

Das Standardverfahren ab mittleren Auflagen. Feine Verläufe, präzise Sonderfarben nach Farbfächer, konstante Qualität über die gesamte Auflage.

Digitaldruck

Ohne Druckplatten, damit wirtschaftlich bei kleinen Auflagen, Varianten und Testserien. Sonderfarben sind nur annähernd darstellbar.

Blindprägung

Reliefprägung ohne Farbe. Wirkt zurückhaltend und teuer zugleich – besonders auf Naturkarton. Sehr feine Linien verlieren allerdings an Tiefe.

Heißfolienprägung

Metallischer Glanz in Gold, Silber, Kupfer oder Farbe. Als Faustregel sollten Linien nicht deutlich unter etwa 0,3 mm Stärke liegen, sonst reißt das Bild ab.

Soft-Touch

Samtige Haptik, die man sofort mit Premium verbindet. Braucht einen ausreichend geschlossenen Untergrund und macht die Schachtel schwerer recycelbar.

Partieller UV-Lack

Glänzende Akzente auf mattem Grund – wirkungsvoll bei Logos. Der Lack ist allerdings kein Pluspunkt für die Recyclingfähigkeit des Kartons.

Weiße Kosmetikverpackungen mit Blindprägung und silberner Heißfolienprägung, daneben Faltschachteln mit Reliefstruktur
Prägung auf hellem Karton: Der Effekt entsteht über Licht und Schatten, nicht über Farbe – deshalb wirkt er auch nach Jahren nicht überholt.

Drei Fehler, die im Regal sofort auffallen

Dunkle, vollflächige Farben. Tiefschwarz und satte Dunkeltöne sehen auf dem Bildschirm großartig aus. Auf gestrichenem Karton zeigt jede Scheuerstelle im Karton und jeder Fingerabdruck – nach ein paar Wochen im Regal wirken die Schachteln gebraucht. Eine Mattfolie entschärft das, kostet aber und verändert die Recyclingfähigkeit.

Prägung direkt auf der Rilllinie. Wo der Karton gefalzt wird, hält keine saubere Prägung. Das lässt sich im Layout leicht vermeiden – aber nur, wenn die Stanzkontur beim Gestalten schon vorliegt.

Zu kleine Schrift. Bei Kosmetik drängt sich viel Text auf wenig Fläche. Was im Layout gerade noch lesbar wirkt, ist auf dem gedruckten Karton oft nicht mehr zu entziffern.

Was wir empfehlen

Kombinieren Sie höchstens zwei Veredelungen. Ein mattes Grundbild mit einer Heißfolie am Logo wirkt hochwertiger als drei Effekte nebeneinander – und ist deutlich günstiger.

Wenn Nachhaltigkeit Teil Ihrer Markenbotschaft ist, sollten Sie Soft-Touch-Folie und UV-Lack bewusst abwägen. Eine ungestrichene Naturkartonschachtel mit reiner Blindprägung erzählt dieselbe Geschichte, ohne dass das Material am Ende schwerer zu verwerten ist.

Aus der Praxis: Wir bringen Ihnen Musterschachteln mit unterschiedlichen Kartonsorten und Veredelungen mit ins Haus. Erfahrungsgemäß fällt die Entscheidung in fünf Minuten am Tisch – und nicht nach drei Wochen E-Mail-Verkehr über Datenblätter.

Schritt 5

Einlagen, Sets und Geschenkboxen

Sobald mehr als ein Produkt in die Schachtel soll, entscheidet die Einlage über den ganzen Eindruck. Sie hält das Produkt an seinem Platz, gibt der Öffnung eine Ordnung – und ist gleichzeitig der Punkt, an dem Nachhaltigkeitsversprechen am schnellsten kippen.

EinlageEigenschaftenRecycling im Papierstrom
Gestanzter KartoneinlegerLeicht, günstig, in der Schachtelfarbe; hält leichte bis mittlere ProdukteJa, sortenrein mit der Schachtel
Wellpappe-EinsatzFedert, schützt gut beim Versand; sichtbar technischerJa
Papierfaser-FormteilAus Faserguss geformt, passgenau, matte NaturoptikJa
Tiefgezogenes KunststoffteilMillimetergenauer Sitz, auch für unregelmäßige FlakonsNein – muss getrennt werden
SchaumstoffeinlageSehr guter Schutz, weiche Haptik, oft beflocktNein
Seidenpapier & FüllmaterialEinfach, flexibel bei wechselnden Sets, für das AuspackerlebnisJa
Geöffnete Setbox mit passgenauer Einlage für Serumflasche und Cremetiegel, daneben Faltschachteln derselben Produktlinie
Die Einlage entscheidet über den ersten Eindruck beim Öffnen – und darüber, ob die Verpackung sortenrein im Papierstrom bleibt.

Setboxen für Aktionen und Saison

Adventaktionen, Muttertag, Hotel- und Spa-Sets, Startersets für Neukundinnen, Presse- und Influencer-Pakete: Setverpackungen laufen fast immer in kleinen Auflagen und unter Zeitdruck. Zwei Dinge helfen hier mehr als alles andere.

Erstens: eine Grundbox, die bleibt, mit wechselnder Banderole oder wechselndem Einleger. Die Stanzform wird einmal bezahlt und trägt über Jahre. Zweitens: rechtzeitig anfangen. Wer im Oktober an die Weihnachtsaktion denkt, zahlt Eilzuschläge oder nimmt, was verfügbar ist.

Sichtfenster – ja oder nein?

Bei fester Seife, Badekugeln oder farbigen Produkten ist das Fenster ein starkes Verkaufsargument. Technisch gibt es drei Wege: ein offener Ausschnitt ohne Folie (unproblematisch im Recycling, aber ungeschützt), eine Folienkaschierung des Ausschnitts (geschützt, muss aber getrennt werden) und ein Stanzmuster aus vielen kleinen Öffnungen, das den Blick teilweise freigibt.

Für Naturkosmetik ist der offene Ausschnitt meist die stimmigere Wahl – er passt zur Materialbotschaft und kostet nichts extra.

Schritt 6

Nachhaltigkeit, die auch hält, was sie verspricht

Kaum eine Branche wird bei Verpackung so genau beobachtet wie Kosmetik. Umso wichtiger ist es, dass die Verpackung tatsächlich einlöst, was das Etikett behauptet.

Verpackungen für Naturkosmetik in Grün und Naturton: Setbox mit Serum, Tiegel und Tube, daneben Faltschachtel und Schuber
Für Naturkosmetik zahlt sich der Materialwechsel doppelt aus: ungestrichener Karton wirkt glaubwürdiger und bleibt im Papierstrom sortenrein.

Sortenrein bleiben

Der wirksamste Hebel ist der einfachste: eine Schachtel aus Karton, eine Einlage aus Karton, kein Folienfenster, keine Magnete. Was aus einem Materialstrom besteht, landet auch in einem Materialstrom.

Faser hält lange

Eine Untersuchung der TU Graz kommt zu dem Ergebnis, dass Karton mindestens 25 Mal recycelt werden kann, ohne dass die Fasern wesentlich an Qualität verlieren. Der lange gepflegte Mythos, Papierfasern seien nach wenigen Durchgängen erschöpft, hält damit nicht.

FSC richtig verstehen

FSC steht für die Herkunft des Holzes, nicht für Recyclinganteil. Es gibt FSC 100 %, FSC Mix und FSC Recycled. Wir liefern FSC-zertifizierte Materialien auf Wunsch – welche Variante sinnvoll ist, klären wir mit Ihnen.

Gewicht statt Etiketten

Zehn Prozent weniger Grammatur bei gleicher Stabilität sparen mehr als jedes Siegel auf der Rückseite. Das geht oft über die Bauart – etwa vom Hohlwandkarton zurück zur klassischen Faltschachtel.

Lacke und Farben

Wasserbasierte Lacke und mineralölfreie Farben sind heute Standard und kein Aufpreisthema mehr. Kritisch wird es erst bei vollflächigen Kunststofffolien und metallisierten Oberflächen.

Ehrlich formulieren

Eine Schachtel mit Soft-Touch-Folie ist nicht „vollständig recycelbar“. Wir sagen Ihnen, was Ihre Konstruktion tatsächlich hergibt – damit Ihre Aussagen auf der Packung standhalten.

Schritt 7

Platz für Pflichtangaben von Anfang an einplanen

Kosmetikverpackungen tragen deutlich mehr Text als die meisten anderen Produktschachteln. Auf einer Faltschachtel für ein 30-ml-Serum müssen Markenname, Produktbezeichnung, Nennfüllmenge, die vollständige Inhaltsstoffliste nach INCI, Chargenkennzeichnung, Angaben zur verantwortlichen Person, Haltbarkeits- beziehungsweise Verwendungshinweise und meist noch ein Recyclinghinweis unterkommen – häufig zusätzlich in mehreren Sprachen, wenn Sie über Österreich hinaus verkaufen.

Wichtig: Welche Angaben in welcher Form verpflichtend sind, ist eine rechtliche Frage, die wir nicht beantworten. Dafür sind die zuständigen Stellen da – in Österreich unter anderem die AGES und die Wirtschaftskammer, oder Ihre Regulatory-Beratung. Was wir beitragen, ist die Gestaltungsseite: dass die Fläche reicht, dass die Schrift auf dem gewählten Karton lesbar bleibt und dass der Text nicht auf einer Rilllinie oder Klebelasche landet.

Aus der Praxis

Was die Fläche rettet

  • Eine Seitenfläche von vornherein für die INCI-Liste reservieren
  • Bei Mehrsprachigkeit früh entscheiden – nachträglich wird es eng
  • Aufklappbare Lasche oder Beipackzettel als Reserve mitdenken
  • Chargennummer als Aufdruck oder Aufkleber? Das ändert die Fläche
  • Stanzkontur vor dem Layout anfordern, nicht danach
  • Kleinstschrift auf ungestrichenem Naturkarton kritisch prüfen

Wenn der Platz trotz allem nicht reicht, ist das fast immer ein Bauartthema, kein Layoutthema. Eine etwas breitere Schachtel oder eine zusätzliche Klapplasche löst es – deshalb gehört diese Frage an den Anfang.

Schritt 8

Auflage, Druckverfahren und was den Preis wirklich treibt

Digital oder Offset?

Die Faustregel: Bis in den unteren vierstelligen Bereich ist der Digitaldruck meist günstiger, weil keine Druckplatten anfallen. Ab etwa 2.000 bis 4.000 Schachteln dreht sich das Verhältnis üblicherweise zugunsten des Offsetdrucks. Wo genau die Schwelle liegt, hängt an Format, Farbanzahl und Veredelung – bei Sonderfarben und Heißfolie verschiebt sie sich nach unten.

Für Marken, die eine Linie testen, ist das eine praktische Nachricht: Sie können mit 300 oder 500 Stück starten, ohne die Konstruktion später ändern zu müssen. Die Stanzform bleibt dieselbe.

Was einmalig anfällt

Die Stanzform ist eine einmalige Werkzeuginvestition je Konstruktion. Sie wird eingelagert und für jede Nachbestellung wiederverwendet. Ebenso einmalig sind Präge- und Foliewerkzeuge. Wer die Bauart über mehrere Produkte hinweg konstant hält, verteilt diese Kosten – ein Grund, warum es sich lohnt, die Formatfamilie einer Pflegelinie am Anfang durchzudenken.

Die fünf Preistreiber

  1. Auflage. Der mit Abstand größte Hebel. Die Verdopplung der Menge senkt den Stückpreis meist deutlich stärker, als jede Materialeinsparung es könnte.
  2. Format. Entscheidend ist, wie viele Nutzen auf den Druckbogen passen. Wenige Millimeter Unterschied können eine ganze Reihe zusätzlich ergeben – oder kosten.
  3. Veredelung. Jeder zusätzliche Arbeitsgang ist ein eigener Maschinendurchlauf.
  4. Kartonsorte. Merklich, aber selten der ausschlaggebende Posten.
  5. Termin. Eilaufträge kosten Aufschlag. Zwei bis drei Wochen regulär eingeplant sind der günstigste Weg.

Wenn Ihnen jemand einen Stückpreis nennt, ohne Auflage, Format und Veredelung zu kennen, ist die Zahl eine Schätzung ins Blaue. Wir rechnen erst, wenn wir den Behälter gesehen haben.

Schritt 9

Von der Anfrage bis zur Lieferung

Die Lieferzeit vereinbaren wir mit Ihnen – sie hängt an Ausführung, Veredelung und Auflage. Den verbindlichen Termin bekommen Sie mit dem Angebot, nicht erst danach. Sagen Sie uns Ihren Wunschtermin, dann sagen wir Ihnen ehrlich, was bis dahin machbar ist.

1. Anfrage

Produktart, Behälter, Stückzahl und ein grober Termin genügen für den Einstieg. Antwort innerhalb von 24 Stunden.

2. Aufmaß vor Ort

Wir kommen zu Ihnen, messen den Originalbehälter und bringen Musterschachteln in verschiedenen Kartonsorten mit.

3. Angebot

Bauart, Kartonsorte, Grammatur, Veredelung und Auflage – nachvollziehbar aufgeschlüsselt, inklusive Werkzeugkosten.

4. Stanzkontur

Sie bekommen die maßstabsgetreue Kontur für Ihr Layout, mit markierten Rill- und Klebeflächen.

5. Freigabe

Druckdatenprüfung und Freigabe. Bei größeren Auflagen empfehlen wir ein Handmuster aus dem Originalkarton.

6. Produktion & Lieferung

Produktion, Lieferung nach Wien und in ganz Österreich. Die Stanzform bleibt eingelagert für Nachbestellungen.

Wir sind Verpackungsspezialist in Wien und seit 1837 im Geschäft – lange genug, um zu wissen, dass eine Verpackung erst dann gut ist, wenn sie beim Kunden funktioniert, nicht wenn sie im Datenblatt gut aussieht. Begriffe wie Faltschachtel, Stülpdeckelschachtel und Kaschierung erklären wir im Verpackungslexikon.

Für Ihre Marke

Geeignet für

  • Kosmetikmarken und Beauty-Brands mit eigener Produktlinie
  • Naturkosmetik-Hersteller und Seifenmanufakturen
  • Kerzen- und Duftkerzenmanufakturen
  • Lohnhersteller und Abfüller, die für Kunden mitverpacken
  • Parfümerien, Apotheken und Drogerien mit Eigenmarken
  • Hotels, Spas und Thermen mit eigener Pflegelinie
  • Onlineshops, die ein Auspackerlebnis brauchen
  • Agenturen, die für Beauty-Kunden produzieren lassen

Warum Stadler

Was uns von einem Onlineshop unterscheidet

Wir sind kein Katalogversender. Es gibt bei uns keinen Konfigurator, in dem Sie ein Format aus einer Liste wählen und hoffen, dass es passt. Stattdessen kommt jemand zu Ihnen, misst Ihren Behälter, bringt Muster mit und sagt Ihnen auch dann ehrlich, wenn die günstigere Lösung die bessere ist.

Das lohnt sich vor allem für Marken, die dieselbe Verpackung über Jahre nachbestellen: Wer einmal sauber aufgesetzt hat, spart bei jeder Folgebestellung Abstimmung, Fehldrucke und Nacharbeit. Und wenn eine neue Produktgröße dazukommt, passt sie ins bestehende Raster.

Sprechen wir über Ihre Kosmetikverpackung

Legen Sie Ihren Behälter bereit – wir kommen persönlich zu Ihnen, messen aus und bringen Muster mit. Antwort innerhalb von 24 Stunden.

Häufige Fragen

FAQ Kosmetikverpackung

Welche Kosmetikverpackungen bietet Stadler Verpackung an?

Verpackungen aus Karton für Kosmetikmarken, Naturkosmetik-Hersteller, Beauty-Brands, Parfümerien, Apotheken, Hotels, Spas und Unternehmen mit eigenen Pflegeprodukten: Faltschachteln für Cremes, Tuben, Seren und Flakons, Schuber und Hülsen, Stülpdeckel- und Klappdeckelboxen sowie Setboxen mit passgenauer Einlage – auch als individuelle Sonderanfertigung.

Gibt es Standardgrößen für Kosmetik-Faltschachteln?

Nein. Anders als etwa bei Kuverts oder Versandkartons gibt es für Kosmetik-Faltschachteln keine genormten Standardformate. Maßgeblich ist immer der Primärbehälter – Tiegel, Tube, Flasche oder Flakon –, und der unterscheidet sich von Abfüller zu Abfüller. Tabellen mit angeblichen Normmaßen halten der Praxis nicht stand. Wir messen Ihren Behälter und leiten das Format daraus ab.

Wie viel Spiel braucht die Schachtel zum Behälter?

In der Praxis rechnet man mit rund einem bis drei Millimetern Zugabe je Seite. Zu wenig, und die Schachtel lässt sich nicht befüllen oder beult aus; zu viel, und das Produkt klappert und kippt im Regal. Wie viel es genau sein darf, hängt an Kartonstärke, Fertigungstoleranz des Behälters und daran, ob von Hand oder maschinell befüllt wird.

Welcher Karton eignet sich für Kosmetikverpackungen?

Für die meisten Kosmetik-Faltschachteln ist GC2-Chromokarton der Standard: weiß gestrichene Außenseite für sauberen Druck, helle Innenseite. Wenn die Innenseite sichtbar bleiben soll oder es besonders hochwertig wirken muss, kommt GC1 oder Chromosulfatkarton (GZ) infrage. Für Naturkosmetik eignen sich ungestrichene Naturkartone und Kartone mit Grasfaseranteil. GD2 mit grauer Rückseite ist günstiger, sichtbar aber weniger hochwertig.

Welche Grammatur ist sinnvoll?

Faltschachtelkarton wird üblicherweise zwischen etwa 200 und 450 g/m² verarbeitet; für Kosmetikschachteln liegt der übliche Bereich bei 250 bis 350 g/m². Ausschlaggebend sind Gewicht und Größe des Behälters. Bei schweren Glastiegeln lohnt die stärkere Grammatur, weil zu dünner Karton erst nach Wochen im Lager nachgibt.

Kann ich Kosmetikverpackungen mit meinem Logo gestalten lassen?

Ja – mit Offset- oder Digitaldruck in Ihren Markenfarben, mit Blindprägung, Heißfolienprägung in Gold, Silber oder Farbe, mit Soft-Touch-Oberfläche oder partiellem UV-Lack. Wir empfehlen, höchstens zwei Veredelungen zu kombinieren: ein mattes Grundbild mit Heißfolie am Logo wirkt hochwertiger als drei Effekte nebeneinander.

Ab welcher Stückzahl lohnt sich Offsetdruck?

Als Faustregel dreht das Verhältnis ab etwa 2.000 bis 4.000 Schachteln zugunsten des Offsetdrucks, weil sich die Druckplatten dann auf genügend Stück verteilen. Darunter ist meist der Digitaldruck wirtschaftlicher. Die genaue Schwelle hängt an Format, Farbanzahl und Veredelung. Kleinauflagen ab wenigen hundert Stück sind möglich.

Welche Einlage passt für ein Geschenkset?

Für leichte bis mittelschwere Produkte reicht ein gestanzter Kartoneinleger – er ist günstig und bleibt sortenrein mit der Schachtel im Papierstrom. Wellpappe-Einsätze und Papierfaser-Formteile schützen besser. Tiefgezogene Kunststoffteile und Schaumstoff sitzen millimetergenau, müssen aber getrennt entsorgt werden – ein Punkt, den man bei Nachhaltigkeitsaussagen mitdenken sollte.

Sind die Verpackungen recycelbar?

Eine reine Kartonschachtel mit Kartoneinleger ist im Altpapier gut aufgehoben. Kritisch werden Folienkaschierungen, Soft-Touch-Oberflächen, metallisierte Folien, Magnete und Kunststoffeinlagen. Wir sagen Ihnen vorab, was Ihre Konstruktion tatsächlich hergibt – damit die Aussagen auf Ihrer Packung standhalten.

Sind Kosmetikverpackungen auch für Naturkosmetik geeignet?

Ja, und hier lohnt sich der Materialwechsel besonders. Ungestrichener Naturkarton, Recyclingkarton oder Karton mit Grasfaseranteil, eine reine Blindprägung statt Heißfolie und ein offener Fensterausschnitt ohne Folie ergeben eine Verpackung, die zur Markenbotschaft passt und im Papierstrom sortenrein bleibt.

Wie ist das mit Pflichtangaben wie der INCI-Liste?

Welche Angaben in welcher Form verpflichtend sind, ist eine rechtliche Frage – dafür sind die zuständigen Stellen da, in Österreich unter anderem AGES und Wirtschaftskammer, oder Ihre Regulatory-Beratung. Unser Beitrag ist die Gestaltungsseite: dass die Fläche für Inhaltsstoffliste, Chargenkennzeichnung und Mehrsprachigkeit reicht, dass die Schrift auf dem gewählten Karton lesbar bleibt und kein Text auf einer Rilllinie oder Klebelasche landet.

Was kostet eine Kosmetikverpackung?

Der Stückpreis hängt vor allem an der Auflage, danach an Format, Veredelung, Kartonsorte und Termin. Dazu kommt einmalig die Stanzform je Konstruktion, die eingelagert und bei jeder Nachbestellung wiederverwendet wird. Wer einen Stückpreis nennt, ohne Auflage, Format und Veredelung zu kennen, schätzt ins Blaue. Wir rechnen, wenn wir den Behälter gesehen haben.

Wie lange dauert es bis zur Lieferung?

Die Lieferzeit vereinbaren wir mit Ihnen – sie hängt an Ausführung, Veredelung und Auflage. Sonderkonstruktionen mit neuer Stanzform und mehreren Veredelungsschritten brauchen deutlich länger als Standardware. Den verbindlichen Termin nennen wir Ihnen mit dem Angebot. Für Saisonaktionen – Weihnachten, Muttertag, Adventsets – sollten Sie besonders früh planen, weil in diesen Zeiträumen alle gleichzeitig produzieren lassen.

Wie bekomme ich ein Angebot?

Am schnellsten mit diesen Angaben: Produktart, Außenmaße des Behälters inklusive Verschluss, Gewicht befüllt, Stückzahl, gewünschtes Material, Druck und Veredelung sowie Ihr Zieltermin. Wenn Ihnen Angaben fehlen, ist das kein Problem – wir kommen persönlich vorbei, messen aus und bringen Muster mit.

EU-Verpackungsverordnung. Seit 12. August 2026 gilt die PPWR. Was davon in Österreich in Kraft ist, was noch aussteht und wo die zuständigen Stellen unterschiedlicher Auffassung sind, halten wir in der Rubrik Verpackungsverordnung fest – mit Fundstelle und Datum.