Kosmetikverpackung
Kosmetikverpackungen für Marken und Hersteller in Österreich
Faltschachteln, Stülpdeckelschachteln und Setboxen aus Karton – gebaut um Ihren Tiegel, Ihre Tube, Ihre Serumflasche oder Ihren Airless-Spender. Mit Druck, Prägung und Veredelung, für Beauty-Marken, Naturkosmetik und Eigenmarken aus Handel und Apotheke.
Auf den Punkt: Wir entwickeln und liefern Kosmetikverpackungen aus Karton für Marken und Hersteller in Österreich – Faltschachteln, Schuber, Stülpdeckelschachteln und Setboxen mit passgenauer Einlage, in Offset- oder Digitaldruck, mit Blindprägung, Heißfolie oder Soft-Touch-Oberfläche, FSC-zertifiziert auf Wunsch. Lieferzeit nach Vereinbarung – wir nennen Ihnen den Termin im Angebot, nicht erst danach. Aufmaß, Beratung und Muster bringen wir persönlich zu Ihnen.
Die Verpackung entscheidet mit, ob das Produkt hochwertig wirkt
Kosmetik wird selten blind gekauft. Im Regal, im Onlineshop und beim Auspacken zu Hause ist die Faltschachtel das erste, was Ihre Kundin in der Hand hält – oft bevor sie das Produkt überhaupt riecht oder aufträgt. Sie transportiert Preisklasse, Positionierung und Vertrauen, und sie muss gleichzeitig ganz nüchterne Aufgaben erfüllen: das Glas beim Transport schützen, sich auf der Abfülllinie oder von Hand befüllen lassen, Platz für alle Angaben bieten und im Regal stehen bleiben, ohne zu kippen.
Genau an dieser Doppelrolle scheitern viele Verpackungen. Entweder sie sehen gut aus und sind unpraktisch, oder sie funktionieren und wirken beliebig. Wir arbeiten deshalb nicht von der Grafik nach innen, sondern vom Produkt nach außen: erst das Aufmaß Ihres Behälters, dann Bauart und Karton, dann Druck und Veredelung.
Unverbindlich anfragen
Auf einen Blick
- Faltschachteln für Tiegel, Tuben, Flakons und Spender
- Schuber, Stülpdeckel- und Klappdeckelboxen
- Setboxen mit passgenauer Einlage
- Offset- und Digitaldruck, Prägung, Heißfolie, Soft-Touch
- Recyclingkarton und FSC-zertifizierte Materialien auf Wunsch
- Aufmaß und Muster persönlich vor Ort
- Lieferzeit nach Vereinbarung, Termin verbindlich im Angebot
Schritt 1
Zuerst der Behälter, dann die Schachtel
Anders als bei vielen anderen Produkten gibt es für Kosmetik-Faltschachteln keine genormten Standardformate. Tabellen mit angeblichen Normmaßen, die im Netz kursieren, stammen meist aus Werbetexten und halten der Praxis nicht stand. Maßgeblich ist immer der Primärbehälter – also Tiegel, Tube, Flasche oder Flakon –, und der unterscheidet sich von Abfüller zu Abfüller.
| Primärbehälter | Übliche Größenordnung (mm) | Worauf es bei der Schachtel ankommt |
|---|---|---|
| Cremetiegel 15–50 ml | Ø 40–60, Höhe 30–50 | Quadratische Grundfläche, niedrige Bauhöhe, sicherer Sitz gegen Verrutschen |
| Cremetiegel 100 ml | Ø 65–80, Höhe 45–60 | Gewicht des Glases – hier lohnt die stärkere Grammatur |
| Tube 30–50 ml | Ø 25–35, Länge 100–140 | Schmales Hochformat, Verschlusskappe bestimmt die Tiefe |
| Tube 100–200 ml | Ø 35–50, Länge 140–190 | Standfestigkeit im Regal, oft mit Aufhängelasche |
| Serum mit Pipette 30 ml | Ø 30–38, Höhe 95–120 | Pipettenkopf zählt zur Höhe – häufigster Maßfehler |
| Airless-Spender 30–50 ml | Ø 35–42, Höhe 100–135 | Pumpkopf darf beim Einschieben nicht auslösen |
| Pumpflasche 100–200 ml | Ø 45–58, Höhe 140–190 | Hoher Schwerpunkt, Boden muss tragen |
| Parfumflakon 50 ml | 45–55 × 25–35, Höhe 90–125 | Meist mit Innenhalterung, Kanten sichtbar in der Präsentation |
| Seifenstück 100 g | 85 × 55 × 25–30 | Flach, oft mit Sichtfenster oder Banderole |
| Ampullen & Sticks | Ø 10–15, Länge 60–80 | Mehrfachaufnahme, Einleger gegen Klappern |
Alle Angaben sind Richtwerte aus der Praxis und ersetzen kein Aufmaß. Bringen Sie uns – oder zeigen Sie uns vor Ort – den befüllten Originalbehälter samt Verschluss, Pumpkopf oder Pipette. Ein leeres Musterglas führt regelmäßig zu Schachteln, die am Ende nicht passen.
Die Regel, an der jede Faltschachtel hängt
Zwischen Behälter und Schachtelinnenwand braucht es Luft – aber nicht zu viel. In der Praxis rechnet man mit rund einem bis drei Millimetern Zugabe je Seite: zu wenig, und die Schachtel lässt sich nicht befüllen oder beult beim Einschieben aus; zu viel, und das Produkt klappert, kippt im Regal und wirkt billig.
Wie viel es konkret sein darf, hängt an drei Dingen: der Kartonstärke, der Fertigungstoleranz des Behälters (Glas schwankt stärker als Kunststoff) und der Frage, ob von Hand oder maschinell befüllt wird. Maschinell konfektionierte Linien brauchen mehr Spiel als eine Manufaktur, die von Hand einlegt.
Was wir vor dem Angebot wissen müssen
- Außenmaße des Behälters inklusive Verschluss, Pumpe oder Pipette
- Gewicht im befüllten Zustand
- Wird von Hand oder maschinell befüllt?
- Steht das Produkt im Regal, liegt es, oder hängt es?
- Ein Produkt pro Schachtel oder ein Set?
- Auflage jetzt – und geplante Nachbestellungen
- Gibt es ein bestehendes Design oder soll es neu entstehen?
Schritt 2
Welcher Karton für welche Kosmetikverpackung?
Faltschachtelkarton ist kein einheitliches Material. Die Sortenbezeichnungen nach dem Sortenverzeichnis des Fachverbands Faltschachtel-Industrie sagen, woraus der Karton besteht und wie seine Rückseite aussieht – und genau das entscheidet über Druckbild, Steifigkeit und Preis.
| Sorte | Aufbau | Innen-/Rückseite | Typisch für |
|---|---|---|---|
| GZ – Chromosulfatkarton | Holzfreier Zellstoff, gestrichen | Beidseitig weiß, glatt | Premium- und Duftverpackungen, wenn die Innenseite sichtbar ist |
| GC1 – Chromokarton | Frischfaser, mehrlagig, gestrichen | Weiß, gestrichen | Hochwertige Pflegelinien, feine Rasterbilder, Prägung |
| GC2 – Chromokarton | Frischfaser, mehrlagig, gestrichen | Hell, ungestrichen | Der Standard für die meisten Kosmetik-Faltschachteln |
| GD2 – Chromoduplexkarton | Hoher Altpapieranteil, gestrichen | Grau | Preisbewusste Serien, Umkartons, Displays |
| Recyclingkarton | Überwiegend Altpapier | Grau bis graubraun | Marken, die Kreislauf sichtbar machen wollen |
| Naturkarton, ungestrichen | Frischfaser oder Recycling, unbeschichtet | Naturton, matt, rau | Naturkosmetik, feste Seifen, reduziertes Design |
| Karton mit Grasfaseranteil | Frischfaser mit Grasfaser | Naturton mit sichtbaren Fasern | Sichtbares Nachhaltigkeitsargument, haptisch eigenständig |
Grammatur: wie stark der Karton sein muss
Faltschachtelkarton wird üblicherweise in Grammaturen zwischen etwa 200 und 450 g/m² verarbeitet. Für Kosmetikschachteln liegt der übliche Bereich bei 250 bis 350 g/m². Nach unten begrenzt das Gewicht des Behälters: Ein 100-ml-Glastiegel drückt eine zu dünne Schachtel an der Bodenlasche auf. Nach oben begrenzen Rillbarkeit und Kosten – zu starker Karton bricht an der Rilllinie auf und zeigt eine helle Kante.
Ein Detail, das im Angebot selten auftaucht, aber in der Wahrnehmung viel ausmacht: Bei gleicher Grammatur unterscheiden sich Kartone im Volumen. Ein voluminöser Karton fühlt sich dicker und wertiger an, ohne mehr zu wiegen. Genau deshalb lohnt es, Muster in die Hand zu nehmen, statt nur Zahlen zu vergleichen.
Wo Marken am falschen Ende sparen
Die häufigste Fehlentscheidung ist der Sprung von GC2 auf GD2, um ein paar Cent je Schachtel zu sparen. Die graue Innenseite ist bei einer Faltschachtel, die man zum Herausnehmen des Produkts öffnet, sichtbar – und sie zieht die wahrgenommene Preisklasse spürbar nach unten. Bei einem Umkarton, den nur der Handel sieht, ist derselbe Wechsel dagegen völlig unkritisch.
Die zweite ist eine zu dünne Grammatur bei schweren Glasbehältern. Die Schachteln kommen in Ordnung aus der Produktion und verformen sich erst nach Wochen im Lager oder auf dem Versandweg. Beides sehen Sie am Muster sofort – auf dem Datenblatt nicht.
Schritt 3
Bauarten – welche Schachtel passt zu welchem Produkt?
Für Faltschachtelbauarten gibt es ein internationales Ordnungssystem: den ECMA-Code der European Carton Makers Association. Jede Konstruktion hat darin eine eindeutige Kennung, sodass Hersteller, Drucker und Abfüller ohne Missverständnisse über dieselbe Schachtel sprechen. In der Praxis genügen für Kosmetik einige wenige Grundtypen.
| Bauart | So funktioniert sie | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Steckverschluss-Faltschachtel | Klassische Schachtel, Deckel- und Bodenlasche werden eingesteckt | Wirtschaftlichste Lösung, flach geliefert, schnell aufgerichtet | Bei schwerem Inhalt kann die Bodenlasche nachgeben |
| Automatikboden | Der Boden faltet sich beim Aufrichten selbst und ist verklebt | Trägt Gewicht, spart Zeit beim Befüllen | Etwas teurer, mehr Kartonfläche |
| Schuber mit Innenlade | Innenteil wird seitlich aus einer Hülse gezogen | Wertige Öffnungsgeste, gut für Sets | Zwei Teile, höherer Aufwand |
| Hülse über Tray | Offene Schale mit übergestülptem Papierband | Zeigt das Produkt schon im Regal, wenig Material | Weniger Schutz beim Versand |
| Stülpdeckelschachtel | Deckel wird über den Boden gestülpt | Sehr stabil, klassische Geschenkoptik — sechs Formate ab Lager, ab 10 Stück | Wird fertig aufgerichtet geliefert, braucht Lagerplatz |
| Klappdeckelbox mit Magnet | Kaschierter Deckel klappt auf, Magnet hält | Stärkste Premium-Wirkung, wiederverwendbar | Höchster Preis, Magnete erschweren das Recycling |
| Hohlwand-Faltschachtel | Doppelte Wandstärke durch eingefaltete Seitenteile | Wirkt massiv, ohne Kaschierung | Mehr Materialeinsatz, engere Innenmaße |
Für den Regelfall – eine Creme, ein Serum, eine Tube – ist die Steckverschluss-Faltschachtel aus GC2 die richtige Antwort, und alles andere ist Aufpreis ohne Gegenwert. Sobald Gewicht, Set-Charakter oder Preisklasse ins Spiel kommen, lohnt der Wechsel. Wir sagen Ihnen ehrlich, ab wann.
Schritt 4
Veredelung – und wo ihre technischen Grenzen liegen
Bei Kosmetik entscheidet die Oberfläche mit über die wahrgenommene Preisklasse. Jede Veredelung hat aber Grenzen, die man vor dem Design kennen sollte, nicht danach.
Offsetdruck
Das Standardverfahren ab mittleren Auflagen. Feine Verläufe, präzise Sonderfarben nach Farbfächer, konstante Qualität über die gesamte Auflage.
Digitaldruck
Ohne Druckplatten, damit wirtschaftlich bei kleinen Auflagen, Varianten und Testserien. Sonderfarben sind nur annähernd darstellbar.
Blindprägung
Reliefprägung ohne Farbe. Wirkt zurückhaltend und teuer zugleich – besonders auf Naturkarton. Sehr feine Linien verlieren allerdings an Tiefe.
Heißfolienprägung
Metallischer Glanz in Gold, Silber, Kupfer oder Farbe. Als Faustregel sollten Linien nicht deutlich unter etwa 0,3 mm Stärke liegen, sonst reißt das Bild ab.
Soft-Touch
Samtige Haptik, die man sofort mit Premium verbindet. Braucht einen ausreichend geschlossenen Untergrund und macht die Schachtel schwerer recycelbar.
Partieller UV-Lack
Glänzende Akzente auf mattem Grund – wirkungsvoll bei Logos. Der Lack ist allerdings kein Pluspunkt für die Recyclingfähigkeit des Kartons.
Drei Fehler, die im Regal sofort auffallen
Dunkle, vollflächige Farben. Tiefschwarz und satte Dunkeltöne sehen auf dem Bildschirm großartig aus. Auf gestrichenem Karton zeigt jede Scheuerstelle im Karton und jeder Fingerabdruck – nach ein paar Wochen im Regal wirken die Schachteln gebraucht. Eine Mattfolie entschärft das, kostet aber und verändert die Recyclingfähigkeit.
Prägung direkt auf der Rilllinie. Wo der Karton gefalzt wird, hält keine saubere Prägung. Das lässt sich im Layout leicht vermeiden – aber nur, wenn die Stanzkontur beim Gestalten schon vorliegt.
Zu kleine Schrift. Bei Kosmetik drängt sich viel Text auf wenig Fläche. Was im Layout gerade noch lesbar wirkt, ist auf dem gedruckten Karton oft nicht mehr zu entziffern.
Was wir empfehlen
Kombinieren Sie höchstens zwei Veredelungen. Ein mattes Grundbild mit einer Heißfolie am Logo wirkt hochwertiger als drei Effekte nebeneinander – und ist deutlich günstiger.
Wenn Nachhaltigkeit Teil Ihrer Markenbotschaft ist, sollten Sie Soft-Touch-Folie und UV-Lack bewusst abwägen. Eine ungestrichene Naturkartonschachtel mit reiner Blindprägung erzählt dieselbe Geschichte, ohne dass das Material am Ende schwerer zu verwerten ist.
Aus der Praxis: Wir bringen Ihnen Musterschachteln mit unterschiedlichen Kartonsorten und Veredelungen mit ins Haus. Erfahrungsgemäß fällt die Entscheidung in fünf Minuten am Tisch – und nicht nach drei Wochen E-Mail-Verkehr über Datenblätter.
Schritt 5
Einlagen, Sets und Geschenkboxen
Sobald mehr als ein Produkt in die Schachtel soll, entscheidet die Einlage über den ganzen Eindruck. Sie hält das Produkt an seinem Platz, gibt der Öffnung eine Ordnung – und ist gleichzeitig der Punkt, an dem Nachhaltigkeitsversprechen am schnellsten kippen.
| Einlage | Eigenschaften | Recycling im Papierstrom |
|---|---|---|
| Gestanzter Kartoneinleger | Leicht, günstig, in der Schachtelfarbe; hält leichte bis mittlere Produkte | Ja, sortenrein mit der Schachtel |
| Wellpappe-Einsatz | Federt, schützt gut beim Versand; sichtbar technischer | Ja |
| Papierfaser-Formteil | Aus Faserguss geformt, passgenau, matte Naturoptik | Ja |
| Tiefgezogenes Kunststoffteil | Millimetergenauer Sitz, auch für unregelmäßige Flakons | Nein – muss getrennt werden |
| Schaumstoffeinlage | Sehr guter Schutz, weiche Haptik, oft beflockt | Nein |
| Seidenpapier & Füllmaterial | Einfach, flexibel bei wechselnden Sets, für das Auspackerlebnis | Ja |
Setboxen für Aktionen und Saison
Adventaktionen, Muttertag, Hotel- und Spa-Sets, Startersets für Neukundinnen, Presse- und Influencer-Pakete: Setverpackungen laufen fast immer in kleinen Auflagen und unter Zeitdruck. Zwei Dinge helfen hier mehr als alles andere.
Erstens: eine Grundbox, die bleibt, mit wechselnder Banderole oder wechselndem Einleger. Die Stanzform wird einmal bezahlt und trägt über Jahre. Zweitens: rechtzeitig anfangen. Wer im Oktober an die Weihnachtsaktion denkt, zahlt Eilzuschläge oder nimmt, was verfügbar ist.
Sichtfenster – ja oder nein?
Bei fester Seife, Badekugeln oder farbigen Produkten ist das Fenster ein starkes Verkaufsargument. Technisch gibt es drei Wege: ein offener Ausschnitt ohne Folie (unproblematisch im Recycling, aber ungeschützt), eine Folienkaschierung des Ausschnitts (geschützt, muss aber getrennt werden) und ein Stanzmuster aus vielen kleinen Öffnungen, das den Blick teilweise freigibt.
Für Naturkosmetik ist der offene Ausschnitt meist die stimmigere Wahl – er passt zur Materialbotschaft und kostet nichts extra.
Schritt 6
Nachhaltigkeit, die auch hält, was sie verspricht
Kaum eine Branche wird bei Verpackung so genau beobachtet wie Kosmetik. Umso wichtiger ist es, dass die Verpackung tatsächlich einlöst, was das Etikett behauptet.
Sortenrein bleiben
Der wirksamste Hebel ist der einfachste: eine Schachtel aus Karton, eine Einlage aus Karton, kein Folienfenster, keine Magnete. Was aus einem Materialstrom besteht, landet auch in einem Materialstrom.
Faser hält lange
Eine Untersuchung der TU Graz kommt zu dem Ergebnis, dass Karton mindestens 25 Mal recycelt werden kann, ohne dass die Fasern wesentlich an Qualität verlieren. Der lange gepflegte Mythos, Papierfasern seien nach wenigen Durchgängen erschöpft, hält damit nicht.
FSC richtig verstehen
FSC steht für die Herkunft des Holzes, nicht für Recyclinganteil. Es gibt FSC 100 %, FSC Mix und FSC Recycled. Wir liefern FSC-zertifizierte Materialien auf Wunsch – welche Variante sinnvoll ist, klären wir mit Ihnen.
Gewicht statt Etiketten
Zehn Prozent weniger Grammatur bei gleicher Stabilität sparen mehr als jedes Siegel auf der Rückseite. Das geht oft über die Bauart – etwa vom Hohlwandkarton zurück zur klassischen Faltschachtel.
Lacke und Farben
Wasserbasierte Lacke und mineralölfreie Farben sind heute Standard und kein Aufpreisthema mehr. Kritisch wird es erst bei vollflächigen Kunststofffolien und metallisierten Oberflächen.
Ehrlich formulieren
Eine Schachtel mit Soft-Touch-Folie ist nicht „vollständig recycelbar“. Wir sagen Ihnen, was Ihre Konstruktion tatsächlich hergibt – damit Ihre Aussagen auf der Packung standhalten.
Schritt 7
Platz für Pflichtangaben von Anfang an einplanen
Kosmetikverpackungen tragen deutlich mehr Text als die meisten anderen Produktschachteln. Auf einer Faltschachtel für ein 30-ml-Serum müssen Markenname, Produktbezeichnung, Nennfüllmenge, die vollständige Inhaltsstoffliste nach INCI, Chargenkennzeichnung, Angaben zur verantwortlichen Person, Haltbarkeits- beziehungsweise Verwendungshinweise und meist noch ein Recyclinghinweis unterkommen – häufig zusätzlich in mehreren Sprachen, wenn Sie über Österreich hinaus verkaufen.
Wichtig: Welche Angaben in welcher Form verpflichtend sind, ist eine rechtliche Frage, die wir nicht beantworten. Dafür sind die zuständigen Stellen da – in Österreich unter anderem die AGES und die Wirtschaftskammer, oder Ihre Regulatory-Beratung. Was wir beitragen, ist die Gestaltungsseite: dass die Fläche reicht, dass die Schrift auf dem gewählten Karton lesbar bleibt und dass der Text nicht auf einer Rilllinie oder Klebelasche landet.
Aus der Praxis
Was die Fläche rettet
- Eine Seitenfläche von vornherein für die INCI-Liste reservieren
- Bei Mehrsprachigkeit früh entscheiden – nachträglich wird es eng
- Aufklappbare Lasche oder Beipackzettel als Reserve mitdenken
- Chargennummer als Aufdruck oder Aufkleber? Das ändert die Fläche
- Stanzkontur vor dem Layout anfordern, nicht danach
- Kleinstschrift auf ungestrichenem Naturkarton kritisch prüfen
Wenn der Platz trotz allem nicht reicht, ist das fast immer ein Bauartthema, kein Layoutthema. Eine etwas breitere Schachtel oder eine zusätzliche Klapplasche löst es – deshalb gehört diese Frage an den Anfang.
Schritt 8
Auflage, Druckverfahren und was den Preis wirklich treibt
Digital oder Offset?
Die Faustregel: Bis in den unteren vierstelligen Bereich ist der Digitaldruck meist günstiger, weil keine Druckplatten anfallen. Ab etwa 2.000 bis 4.000 Schachteln dreht sich das Verhältnis üblicherweise zugunsten des Offsetdrucks. Wo genau die Schwelle liegt, hängt an Format, Farbanzahl und Veredelung – bei Sonderfarben und Heißfolie verschiebt sie sich nach unten.
Für Marken, die eine Linie testen, ist das eine praktische Nachricht: Sie können mit 300 oder 500 Stück starten, ohne die Konstruktion später ändern zu müssen. Die Stanzform bleibt dieselbe.
Was einmalig anfällt
Die Stanzform ist eine einmalige Werkzeuginvestition je Konstruktion. Sie wird eingelagert und für jede Nachbestellung wiederverwendet. Ebenso einmalig sind Präge- und Foliewerkzeuge. Wer die Bauart über mehrere Produkte hinweg konstant hält, verteilt diese Kosten – ein Grund, warum es sich lohnt, die Formatfamilie einer Pflegelinie am Anfang durchzudenken.
Die fünf Preistreiber
- Auflage. Der mit Abstand größte Hebel. Die Verdopplung der Menge senkt den Stückpreis meist deutlich stärker, als jede Materialeinsparung es könnte.
- Format. Entscheidend ist, wie viele Nutzen auf den Druckbogen passen. Wenige Millimeter Unterschied können eine ganze Reihe zusätzlich ergeben – oder kosten.
- Veredelung. Jeder zusätzliche Arbeitsgang ist ein eigener Maschinendurchlauf.
- Kartonsorte. Merklich, aber selten der ausschlaggebende Posten.
- Termin. Eilaufträge kosten Aufschlag. Zwei bis drei Wochen regulär eingeplant sind der günstigste Weg.
Wenn Ihnen jemand einen Stückpreis nennt, ohne Auflage, Format und Veredelung zu kennen, ist die Zahl eine Schätzung ins Blaue. Wir rechnen erst, wenn wir den Behälter gesehen haben.
Schritt 9
Von der Anfrage bis zur Lieferung
Die Lieferzeit vereinbaren wir mit Ihnen – sie hängt an Ausführung, Veredelung und Auflage. Den verbindlichen Termin bekommen Sie mit dem Angebot, nicht erst danach. Sagen Sie uns Ihren Wunschtermin, dann sagen wir Ihnen ehrlich, was bis dahin machbar ist.
1. Anfrage
Produktart, Behälter, Stückzahl und ein grober Termin genügen für den Einstieg. Antwort innerhalb von 24 Stunden.
2. Aufmaß vor Ort
Wir kommen zu Ihnen, messen den Originalbehälter und bringen Musterschachteln in verschiedenen Kartonsorten mit.
3. Angebot
Bauart, Kartonsorte, Grammatur, Veredelung und Auflage – nachvollziehbar aufgeschlüsselt, inklusive Werkzeugkosten.
4. Stanzkontur
Sie bekommen die maßstabsgetreue Kontur für Ihr Layout, mit markierten Rill- und Klebeflächen.
5. Freigabe
Druckdatenprüfung und Freigabe. Bei größeren Auflagen empfehlen wir ein Handmuster aus dem Originalkarton.
6. Produktion & Lieferung
Produktion, Lieferung nach Wien und in ganz Österreich. Die Stanzform bleibt eingelagert für Nachbestellungen.
Wir sind Verpackungsspezialist in Wien und seit 1837 im Geschäft – lange genug, um zu wissen, dass eine Verpackung erst dann gut ist, wenn sie beim Kunden funktioniert, nicht wenn sie im Datenblatt gut aussieht. Begriffe wie Faltschachtel, Stülpdeckelschachtel und Kaschierung erklären wir im Verpackungslexikon.
Für Ihre Marke
Geeignet für
- Kosmetikmarken und Beauty-Brands mit eigener Produktlinie
- Naturkosmetik-Hersteller und Seifenmanufakturen
- Kerzen- und Duftkerzenmanufakturen
- Lohnhersteller und Abfüller, die für Kunden mitverpacken
- Parfümerien, Apotheken und Drogerien mit Eigenmarken
- Hotels, Spas und Thermen mit eigener Pflegelinie
- Onlineshops, die ein Auspackerlebnis brauchen
- Agenturen, die für Beauty-Kunden produzieren lassen
Warum Stadler
Was uns von einem Onlineshop unterscheidet
Wir sind kein Katalogversender. Es gibt bei uns keinen Konfigurator, in dem Sie ein Format aus einer Liste wählen und hoffen, dass es passt. Stattdessen kommt jemand zu Ihnen, misst Ihren Behälter, bringt Muster mit und sagt Ihnen auch dann ehrlich, wenn die günstigere Lösung die bessere ist.
Das lohnt sich vor allem für Marken, die dieselbe Verpackung über Jahre nachbestellen: Wer einmal sauber aufgesetzt hat, spart bei jeder Folgebestellung Abstimmung, Fehldrucke und Nacharbeit. Und wenn eine neue Produktgröße dazukommt, passt sie ins bestehende Raster.
Sprechen wir über Ihre Kosmetikverpackung
Legen Sie Ihren Behälter bereit – wir kommen persönlich zu Ihnen, messen aus und bringen Muster mit. Antwort innerhalb von 24 Stunden.
Häufige Fragen
FAQ Kosmetikverpackung
Welche Kosmetikverpackungen bietet Stadler Verpackung an?
Verpackungen aus Karton für Kosmetikmarken, Naturkosmetik-Hersteller, Beauty-Brands, Parfümerien, Apotheken, Hotels, Spas und Unternehmen mit eigenen Pflegeprodukten: Faltschachteln für Cremes, Tuben, Seren und Flakons, Schuber und Hülsen, Stülpdeckel- und Klappdeckelboxen sowie Setboxen mit passgenauer Einlage – auch als individuelle Sonderanfertigung.
Gibt es Standardgrößen für Kosmetik-Faltschachteln?
Nein. Anders als etwa bei Kuverts oder Versandkartons gibt es für Kosmetik-Faltschachteln keine genormten Standardformate. Maßgeblich ist immer der Primärbehälter – Tiegel, Tube, Flasche oder Flakon –, und der unterscheidet sich von Abfüller zu Abfüller. Tabellen mit angeblichen Normmaßen halten der Praxis nicht stand. Wir messen Ihren Behälter und leiten das Format daraus ab.
Wie viel Spiel braucht die Schachtel zum Behälter?
In der Praxis rechnet man mit rund einem bis drei Millimetern Zugabe je Seite. Zu wenig, und die Schachtel lässt sich nicht befüllen oder beult aus; zu viel, und das Produkt klappert und kippt im Regal. Wie viel es genau sein darf, hängt an Kartonstärke, Fertigungstoleranz des Behälters und daran, ob von Hand oder maschinell befüllt wird.
Welcher Karton eignet sich für Kosmetikverpackungen?
Für die meisten Kosmetik-Faltschachteln ist GC2-Chromokarton der Standard: weiß gestrichene Außenseite für sauberen Druck, helle Innenseite. Wenn die Innenseite sichtbar bleiben soll oder es besonders hochwertig wirken muss, kommt GC1 oder Chromosulfatkarton (GZ) infrage. Für Naturkosmetik eignen sich ungestrichene Naturkartone und Kartone mit Grasfaseranteil. GD2 mit grauer Rückseite ist günstiger, sichtbar aber weniger hochwertig.
Welche Grammatur ist sinnvoll?
Faltschachtelkarton wird üblicherweise zwischen etwa 200 und 450 g/m² verarbeitet; für Kosmetikschachteln liegt der übliche Bereich bei 250 bis 350 g/m². Ausschlaggebend sind Gewicht und Größe des Behälters. Bei schweren Glastiegeln lohnt die stärkere Grammatur, weil zu dünner Karton erst nach Wochen im Lager nachgibt.
Kann ich Kosmetikverpackungen mit meinem Logo gestalten lassen?
Ja – mit Offset- oder Digitaldruck in Ihren Markenfarben, mit Blindprägung, Heißfolienprägung in Gold, Silber oder Farbe, mit Soft-Touch-Oberfläche oder partiellem UV-Lack. Wir empfehlen, höchstens zwei Veredelungen zu kombinieren: ein mattes Grundbild mit Heißfolie am Logo wirkt hochwertiger als drei Effekte nebeneinander.
Ab welcher Stückzahl lohnt sich Offsetdruck?
Als Faustregel dreht das Verhältnis ab etwa 2.000 bis 4.000 Schachteln zugunsten des Offsetdrucks, weil sich die Druckplatten dann auf genügend Stück verteilen. Darunter ist meist der Digitaldruck wirtschaftlicher. Die genaue Schwelle hängt an Format, Farbanzahl und Veredelung. Kleinauflagen ab wenigen hundert Stück sind möglich.
Welche Einlage passt für ein Geschenkset?
Für leichte bis mittelschwere Produkte reicht ein gestanzter Kartoneinleger – er ist günstig und bleibt sortenrein mit der Schachtel im Papierstrom. Wellpappe-Einsätze und Papierfaser-Formteile schützen besser. Tiefgezogene Kunststoffteile und Schaumstoff sitzen millimetergenau, müssen aber getrennt entsorgt werden – ein Punkt, den man bei Nachhaltigkeitsaussagen mitdenken sollte.
Sind die Verpackungen recycelbar?
Eine reine Kartonschachtel mit Kartoneinleger ist im Altpapier gut aufgehoben. Kritisch werden Folienkaschierungen, Soft-Touch-Oberflächen, metallisierte Folien, Magnete und Kunststoffeinlagen. Wir sagen Ihnen vorab, was Ihre Konstruktion tatsächlich hergibt – damit die Aussagen auf Ihrer Packung standhalten.
Sind Kosmetikverpackungen auch für Naturkosmetik geeignet?
Ja, und hier lohnt sich der Materialwechsel besonders. Ungestrichener Naturkarton, Recyclingkarton oder Karton mit Grasfaseranteil, eine reine Blindprägung statt Heißfolie und ein offener Fensterausschnitt ohne Folie ergeben eine Verpackung, die zur Markenbotschaft passt und im Papierstrom sortenrein bleibt.
Wie ist das mit Pflichtangaben wie der INCI-Liste?
Welche Angaben in welcher Form verpflichtend sind, ist eine rechtliche Frage – dafür sind die zuständigen Stellen da, in Österreich unter anderem AGES und Wirtschaftskammer, oder Ihre Regulatory-Beratung. Unser Beitrag ist die Gestaltungsseite: dass die Fläche für Inhaltsstoffliste, Chargenkennzeichnung und Mehrsprachigkeit reicht, dass die Schrift auf dem gewählten Karton lesbar bleibt und kein Text auf einer Rilllinie oder Klebelasche landet.
Was kostet eine Kosmetikverpackung?
Der Stückpreis hängt vor allem an der Auflage, danach an Format, Veredelung, Kartonsorte und Termin. Dazu kommt einmalig die Stanzform je Konstruktion, die eingelagert und bei jeder Nachbestellung wiederverwendet wird. Wer einen Stückpreis nennt, ohne Auflage, Format und Veredelung zu kennen, schätzt ins Blaue. Wir rechnen, wenn wir den Behälter gesehen haben.
Wie lange dauert es bis zur Lieferung?
Die Lieferzeit vereinbaren wir mit Ihnen – sie hängt an Ausführung, Veredelung und Auflage. Sonderkonstruktionen mit neuer Stanzform und mehreren Veredelungsschritten brauchen deutlich länger als Standardware. Den verbindlichen Termin nennen wir Ihnen mit dem Angebot. Für Saisonaktionen – Weihnachten, Muttertag, Adventsets – sollten Sie besonders früh planen, weil in diesen Zeiträumen alle gleichzeitig produzieren lassen.
Wie bekomme ich ein Angebot?
Am schnellsten mit diesen Angaben: Produktart, Außenmaße des Behälters inklusive Verschluss, Gewicht befüllt, Stückzahl, gewünschtes Material, Druck und Veredelung sowie Ihr Zieltermin. Wenn Ihnen Angaben fehlen, ist das kein Problem – wir kommen persönlich vorbei, messen aus und bringen Muster mit.
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